Mittwoch, 27. Oktober 2010

Ich trete und trete und komme doch nicht voran. Der eiskalte Wind bläst mir ins Gesicht und ist so stark, dass ich mein Fahrrad nur mit Mühe grade halten kann. Der Regen erschwert meine Sicht und ich erahne nur, wo ich hinfahre. Das letzte Stück ist auch noch der verhasste Berg, den ich im Schneckentempo hochfahre. Völlig außer Atem, durchnässt und mit beschlagener Brille stürze ich ins Klassenzimmer, nur um wieder mal zu spät zu sein.

Etwas zwanzig freundliche Gesichter, wie sie unterschiedlichster nicht sein könnten, werfen einen kurzen Blick auf mich, bevor ich mich auf meinen Stuhl setze.

Die Lehrerin begrüßt mich trotz Verspätung mit einem freundlichen „Hej!“ und startet dann mit dem Unterricht. „Vad är det för dag i dag? (Was ist heute für ein Tag?) Måndag? Vad bra! (Sehr gut!) Och vad är det för väder? (Und wie ist das Wetter?) Det blåser och det regnar! Och det är mycket kallt! (Es windet und regnet! Und es ist sehr kalt!) Hösten är här! (Der Herbst ist da!)”


Ja, der Herbst ist da, das könnte man so sagen. Bisher hat er uns vornehmlich einige wunderschöne sonnige Herbsttage geschenkt, an denen sich die Kälte nicht ganz so bemerkbar machte. Doch seit heute hat die Sonne sich verabschiedet und den Wind und den Regen vorbeigeschickt… „Wenn wir keinen kalten Winter haben, dann bleibt es so bis April! Und wenn es im Winter sehr kalt wird, dann machen dir die -25° und der Schnee auch nicht soviel aus!“ Diese freudige Nachricht offenbarte mir heute Charlotta, eine Arbeitskollegin, mit strahlendem Lächeln. „War das nicht das, was du hören wolltest?“ Natürlich nicht! Aber ich war froh über ihre Ehrlichkeit.

Mittlerweile hat es sogar schon geschneit. Und das war nicht nur Schneeregen! Richtige Flocken fielen vom Himmel während ich eines Abends nach Hause lief. Und am nächsten Tag war alles unter eine ganz dünnen Schicht Weiß bedeckt.


Letzten Montag hat sich noch etwas Unerwartetes ereignet, das mir den Winter noch schmackhafter macht. Da wohnt man in Schweden, einem Land, mitten in Europa, gut entwickelt und mit funktionierender Infrastruktur. Das dachte ich zumindest als ich nichtsahnend am Montagabend in der Küche stand. Doch auf einmal ging das Licht aus. Glühbirne kaputt? – Scheidet aus, denn alle Lampen in meinem Zimmer funktionierten nicht mehr. Ok, dann ist’s vielleicht die Sicherung im Haus. Ein Blick nach draußen schloss aber auch diesen Gedanken aus. Denn draußen war nichts! Nur Dunkelheit! Ich fühlte mich wie in Harry Potter, kurz bevor die Dementoren angreifen…

Glücklicherweise konnte ich mit Lumos ein paar Kerzen erhellen und meine Karte des Rumtreibers alias Laptop erleuchtete ebenfalls mein Zimmer.

Wer es jetzt immer noch nicht versteht: in ganz Mellerud kam es zu einem Stromausfall. Weder Häuser noch Straßenlaternen waren beleuchtet, nur ein paar Mal blitzten einige Autoscheinwerfer auf.

Ich stellte fest, dass ich diesen Zustand gar nicht wirklich realisieren konnte, da es mir, als von der westlichen Welt verwöhnt, unmöglich erschien, dass so etwas passieren konnte. Doch anscheinend ist das hier keine Seltenheit. Noch am selben Abend passierte das Gleiche noch zweimal. Und letzten Winter waren einige Einwohner Melleruds wegen der schweren Schneemassen sogar eine ganze Woche ohne Stromversorgung.

Ich kann es im Moment noch mit Humor sehen, doch wenn dann der Winter wirklich da ist… Meine romantische Seite träumt zwar von Abenden im Kerzenschein, Bücher verschlingend, ohne vom allzubösen Internet abgelenkt zu werden. Und das Essen aus dem Kühlschrank stell ich einfach raus, da ist es ja kalt genug! Doch ohne Ofen wäre das Ganze dann wohl doch nicht so ganz romantisch, auch wenn ich jetzt endlich eine warme Bettdecke habe…


Ein wichtiges Ereignis in den letzten Wochen war eine Messe, die erstaunlicherweise im kleinen Städtchen Mellerud statt fand. Dementsprechend schien sie auch DAS Event hier zu sein. Groß und Klein, Alt und Jung, alle schienen am Samstag und Sonntag hierher zuströmen - und alle schienen sich auch irgendwie zu kennen. Der Parkplatz vor meinem Haus war jedenfalls noch nie so gefüllt.

Diese These wird noch davon bestätigt, dass die Messe an sich eigentlich ziemlich überschaubar war und man die wenigen Stände und Aussteller der regionalen Unternehmen in einer guten Stunde begutachten und alle kostenlosen Kulis einsammeln konnte.

Doch sammelte ich keine Kulis ein, sonder half ganz aktiv meiner Entsendeorganisation „Europe Direkt“ dabei, Taschen zu verteilen, bei Fragen zu Europa und dem EVS weiterzuhelfen und natürlich freundlich zu lächeln. Während ich da also mit eingefrorenem Lächeln stand, fiel mir auf, dass auch ich ziemlich viele der Besucher kannte. Einige hatte ich erst einen Abend vorher bei der inoffiziellen Messeeröffnung (natürlich nur für geladene und besondere Gäste wie uns Freiwillige) durch meine Tutorin Anette kennen gelernt. Und viele kannte ich einfach nur so vom Sehen, da man sich in so einem kleinen Städtchen wie Mellerud doch öfter mal über den Weg läuft.

Höhepunkt der Messe war aber auf jeden Fall der Auftritt meiner Tutorin Anette als Model bei der Modenschau. Die zwei Bekleidungsgeschäfte und das einzige Sportgeschäft in Mellerud hatten sich unschuldige Bürger geschnappt und diese dann zu für wenige Minuten bewunderte und beklatschte Models umfunktioniert.


Am Abend vorher besuchte ich zum ersten Mal die einzige Disko in Mellerud. Und gegen alle Erwartungen und Befürchtungen wurde ich recht positiv überrascht! Es waren viele junge Leute dort, die bei tanzbarer Musik ihren Spaß hatten. Wo die ganzen jungen Leute aber auf einmal herkamen, hab ich mich schon gefragt. Ob das nur ein Ausnahmefall war, konnte mir meine Begleiterin Gerry jedoch auch nicht sagen, da sie noch nie zuvor die Disko besucht hatte.

Gerry hab ich durch meine Arbeit an der Schule kennen gelernt. Wie ihr wisst, helfe ich ja ein bis zwei Stunden die Woche beim Deutschunterricht hier an der Schule aus. Und eine der Lehrerinnen (Ute) denen ich helfe, kommt selbst aus Deutschland und lebt mit ihrer Familie nun seit neun Jahren hier in Schweden. Als sie bei unserem ersten Treffen hörte, dass es für mich schwer ist, hier junge Leute kennen zu lernen, stellte sie mich gleich ihrer sehr offenen und sympathischen 18-jährigen Tochter Gerry vor.

Mit ihr war ich auch letzte Woche in einem kleinen Restaurant im Zentrum Melleruds. Wir können uns gut unterhalten und haben viele Sachen gemeinsam, daher verstehen wir uns trotz der kurzen Zeit, die wir uns kennen, schon ganz gut.


Aber was mache ich denn da im Deutsch-Unterricht? Aufmerksame Verfolger meines Blogs haben bereits den Text „Meine Wohnung“ bzw. „Min lägenhet“ entdeckt. Den Text habe ich für den Unterricht mit Ute vorbereitet. Die Schüler sind zwischen 15 und 16 Jahre alt und haben seit ca. zwei Jahren Deutsch. Daher trauen sie sich auch noch nicht recht, zu sprechen. Einige Fragen haben sie mir aber mutig schon gestellt und auch ganz fleißig den von mir geschriebenen Text übersetzt. Da Ute aber selbst wie ich deutsche Muttersprachlerin ist, werde ich ihren Unterricht nur ca. alle drei Wochen besuchen.

Die zweite Klasse besuche ich jedoch zum Glück jede Woche. Die Schüler sind im letzten Schuljahr, also zwischen 18 und 20 Jahre alt und können dementsprechend auch recht gut Deutsch. Es macht mir wirklich sehr Spaß dort mitzuarbeiten, da es auch nur sieben Schüler sind und die Lehrerin sehr nett ist. Im Moment schauen sie im Unterricht „Das Wunder von Bern“ an, natürlich auf Deutsch. Und ich habe jetzt schon zweimal ein Arbeitsblatt zum geschichtlichen Hintergrund des Films und zur neueren Geschichte vorbereitet. Natürlich halfen mir dabei meine Geschichtskenntnisse aus der Oberstufe, jedoch habe ich schon erschreckend viel davon vergessen! Das Tolle an dieser Arbeit ist aber, dass ich wirklich einen Sinn dahinter sehe. Die Schüler erfahren etwas über die Deutsche Geschichte und können so beispielsweise den Film besser einordnen. Und ich bekomme auch direkt mit, dass es sie interessiert und sie nachfragen, wenn sie etwas nicht verstehen.


Bei meiner regulären Arbeit hat sich leider nicht sehr viel getan, so dass ich immer noch dabei bin, Präsentationen vorzubereiten. Ich bin ziemlich unzufrieden mit der Situation, kann aber im Moment nichts verändern. Nächste Woche steht erstmal eine Präsentation für einige Politiker hier an. Was aber danach kommt, steht noch in den Sternen.

Ich bin sehr froh, dass ich bis Weihnachten noch in den Schwedischunterricht gehen darf. Wir haben dort wirklich eine Menge Spaß und ich lerne sehr interessante Sachen wie z.B. dass „Magaah?“ „Wie heißt du?“ auf Somali heißt. Vor allem aber lern ich natürlich Schwedisch, welches auch immer besser wird. Es dauert aber wirklich seine Zeit, eine Sprache komplett neu zu lernen, da ich ja bei Null angefangen habe.


Meine Freizeit verbringe ich mittlerweile auch mit verschiedenen Aktivitäten. Ich habe mich todesmutig schon zweimal zum Spinning getraut, das mir ziemlichen Muskelkater, aber ein gutes Gefühl beschert hat. Wie sportlich man sich danach fühlt! Obwohl man während des Spinnings dachte, man bricht zusammen…


Im Schnitt jedes zweite Wochenende fahre ich nach Åmål, um die anderen Freiwilligen dort zu besuchen. Es sind sehr entspannte Wochenenden, wir kochen, sitzen in der Küche und reden und gehen abends zum Tanzen. Ich genieße die Gemeinschaft immer sehr! Und ich darf mittlerweile auch ein Auto der Kommune ausleihen und damit nach Åmål fahren. Auf den meist freien Straßen, mit einer Schweden-Mix-CD im Autoradio und einem Gefühl von Freiheit, an der schönen Landschaft rechts und links vorbeizubrettern macht mir wirklich Spaß.

Mehr von dieser traumhaften Natur Schwedens hab ich an einem Wochenende durch einen Besuch in einem Naturreservat kennen gelernt. In meinem Chor singt eine ältere deutsche Frau, die mit ihrem Mann in der Nähe von Mellerud ein Sommerhaus hat. Bärbel hat mich nun schon zweimal dorthin eingeladen, so dass ich mehrere schöne Stunden mit den beiden sehr netten Leuten aus Husum verbringen durfte. Ich wurde immer sehr lecker bekocht, so dass ich sogar Pilze aß (die ich sonst verabscheue…). Anfangs eher aus Höflichkeit zugestimmt, „mal zu probieren“, begeisterten mich die mit Speck angebratenen Pfifferlinge schließlich wirklich! Wir führten auch einige interessante Gespräche über die Unterschiede zwischen Schweden und Deutschland, Studium, Generationen und vieles mehr.

Mit Bärbel machte ich dann eben auch einen Abstecher zum Naturreservat Tösse. Ein Traum! Die Herbstsonne ließ die bunten Blätter der Bäume richtig leuchten und das Wasser des Vänern glitzerte während wir auf den Schären standen und die Aussicht genossen. So stellt man sich Schweden vor…


Ein letztes wichtiges Ereignis war ein sehr erfolgreiches Konzert meines Orchesters zusammen mit einer Band namens „West of Eden“, die irische Volkslieder auf moderne Weise spielen. Nach den wirklich wenigen Proben fühlte ich mich ziemlich unvorbereitet und erwartete ein eher mittelmäßiges Konzert. Jedoch nahmen die Musiker der Band das Orchester mit ihrer Musikalität und Freude am Musik machen an der Hand und verhalfen uns zu einem wirklich tollen Konzert, das richtig Spaß gemacht hat. Auch wenn ich nicht alles perfekt spielen konnte, war das gemeinsame Musizieren ein sehr schönes Erlebnis.


Während ich nun endlich den Blog-Eintrag beende, regnet es draußen mal wieder aus den immergrauen Wolken. Und das Städtchen Mellerud sieht noch trister aus als gewöhnlich.

Doch heute habe ich wirklich etwas an Mellerud schätzen gelernt. Das Einkaufen! Auslöser dieser Erkenntnis war mein eigentlich kurz geplanter Einkauf von Milch, Brot und Salat, der normalerweise fünf Minuten gedauert hätte. Und wenn man beachtet, niemals Einkaufen zu gehen, wenn Kundenkarten-Abend ist und alle Schweden wie die verrückten Einkaufen, nur um ein paar Öre Rabatt zu bekommen…ja dann macht das Einkaufen hier in Mellerud auch Spaß!


So, ihr Lieben! Für heute ist Schluss!

Ich denk sehr oft an euch und freu mich schon, die meisten von euch in knapp zwei Monaten wieder zu sehen!


Alles Gute für die nächste Zeit und noch ein paar schöne Herbsttage!

Eure Jacqueline

Sonntag, 17. Oktober 2010

Heute gibt es eine kleine Schnupperstunde in die schwedische Sprache. Der Text enstand im Rahmen meiner Arbeit an der Schule beim Deutsch-Unterricht. Falls ihr dann von dem schwedischen Text nicht ganz so viel versteht... die deutsche Übersetzung folgt als Hilfe! Viel Spaß!


Min lägenhet

Jag bor i en liten lägenhet på Norra Kungsgatan. Den ligger på den översta våningen i et gula hus.

Ur mitt ganska stort fönster kan jag se Rådahallen.

Lägenheten har ett ganska litet kök med två köksplatta, ett ganska litet badrum och ett stort rum med olika möbler. Det är en säng, ett bord med fyra stolar, en fåtölj och en byrå. Tyvärr har jag inget skåp bara ett litet förråd med en klädhängare och galgar. Det är torrt och kallt så jag kan ha min mat där.

Storleken på lägenheten passar mig perfekt. Och jag tycker om min vägg, därför att den har ett mönster med svarta blommor på en vit bakgrund.

Jag har till och med en TV. Men jag förstår inte många program här det är på svenska.

När jag vill tvätta mina kläder måste jag gå till grannhuset. I källaren finns det en tvättstuga med två tvättmaskiner och en torktumlare.

Nu har jag inretts min lägenhet bättre att leva. Många vykort och foton hänger på väggen, mina böcker ligger runtom och annorlunda det är inte så slarvig som toppen.

Och snart jag ska hänga en skylt på min dörr med orden ”Välkommen!”


Meine Wohnung

Ich wohne in einer kleinen Wohnung in der Norra Kungsgatan. Sie befindet sich im obersten Stock eines gelben Hauses.

Durch das große Fenster kann ich die Rådahallen sehen.

Die Wohnung besteht aus einer kleinen Küchenzeile mit zwei Kochplatten, einem winzigen Bad und einem großem Raum mit verschiedenen Möbeln.

Das sind ein Bett, ein Tisch mit vier Stühlen, ein Sessel und eine Kommode. Leider habe ich keinen Schrank, sondern nur einen kleinen Abstellraum mit einer Kleiderstange und Bügeln. Dort ist es trocken und kühl, so dass ich auf dem Regal auch meine Vorräte aufbewahren kann.

Die Größe des Apartments ist genau richtig für mich. Und ich mag meine Wand, da sie ein schönes Muster mit schwarzen Blumen auf weißem Hintergrund hat.

Ich habe sogar einen Fernseher. Aber ich verstehe viele Programme nicht, wenn sie auf Schwedisch sind.

Wenn ich meine Kleidung waschen will, dann muss ich in ein Nachbarhaus gehen. Dort im Keller befindet sich die Waschküche mit zwei Waschmaschinen und einem Trockner.

Mittlerweile habe ich meine Wohnung auch etwas gemütlicher und wohnlicher eingerichtet. Es hängen viele Fotos und Postkarten an der Wand, meine Bücher liegen herum und auch sonst ist es nicht mehr so schrecklich ordentlich wie am Anfang.

Und bald werde ich noch ein Schild an meine Tür hängen mit der Aufschrift: „Välkommen!“

Montag, 27. September 2010

„I don’t want a lot for Christmas, there is just one thing I need...“ Diesen schrecklichen Ohrwurm von Mariah Careys „All I want for Christmas is You“ hab ich nun schon den ganzen Tag und bekomm ihn einfach nicht weg. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich dieses Lied während der gestrigen Probe meines „Gastchors“ sehr oft gesungen habe. Und obwohl bis Weihnachten noch einige Zeit vergeht, freu ich mich dieses Jahr besonders darauf, schließlich ist der Flug zu euch schon gebucht…

Nun ist es aber erstmal Zeit für einen etwas verspäteten Zwischenbericht. Seit meinem letzten Blog hat sich in der Tat sehr viel getan! Und ich bin wirklich sehr froh und dankbar über die Veränderungen.


Für alle, die mal wieder keine Zeit haben, eine Kurzzusammenfassung:

Kajak fahren, Interview für einen Zeitungsartikel, Abschlusspräsentation eines Irischen Projekts, „On-Arrival-Training“ in Stockholm, Schwedisch-Unterricht, Cello und Orchester, neue Freiwillige in Åmål, Dalslandtour, Buchmesse in Göteborg.


Und für all die anderen treuen Seelen eine etwas genauere Version…

Da beginne ich doch gleich mal mit dem Kajak fahren, das an einem lauen Dienstagabend statt fand. Es wehte eine leichte Brise und es regnete ausnahmsweise mal nicht. Optimale Bedingungen also, um sich am Kajak fahren auf dem Vänernsee zu probieren.

Nach einer kurzen schwedischen Einführung in die Paddeltechnik, bei der ich dann leider auch nur einen Bruchteil verstand, ging’s auch schon los… rein in dieses mysteriöse Kajak-Etwas, Paddel in die Hand gedrückt, noch ein paar mehr oder weniger ermutigende Worte mit auf den Weg gegeben und ins Wasser geschubst. Also, dann viel Spaß…

Nachdem ich die erste Hürde, ein im Weg liegendes, aber leider sehr großes Boot, mit einer mehr oder weniger eleganten Umschiffung gemeistert hatte, wurden mir die Steuerung und das richtige Paddeln etwas klarer. Mit der Zeit hatte ich den Bogen ganz gut raus, so dass ich mit wenigen Zwischenfällen die ca. einstündige Fahrt durch kleine Inselchen und grünes Schilf hindurch sehr genießen konnte. Und während wir da so vor uns hinpaddelten, ging langsam die Sonne unter und schenkte uns eine traumhafte Atmosphäre, die einem die Anstrengung des Paddelns beinah vergessen ließ. Als Belohung gab’s zusätzlich noch ein ziemlich leckeres Sandwich mit Krabben im am Hafen.

Organisiert wurde diese Schnupperstunde vom Råmeo (sprich: Romeo)-Club. Ich hab mich anfangs auch etwas über diesen Namen gewundert, jedoch ist das ganze sehr harmlos, da die Mitglieder alle Arbeitnehmer der Kommune Mellerud sind. Dank dieser Organisation darf ich auch umsonst das Schwimmbad inklusive Whirlpool direkt gegenüber von mir besuchen.


Das Event schien so außergewöhnlich zu sein, dass sogar eine Frau von der örtlichen Wochenzeitung „Melleruds Nyheter“ (Neuigkeiten aus Mellerud) darüber berichtete. Und als sie erfuhr, dass ich die neue Freiwillige bin, machten wir gleich einen Interviewtermin für den nächsten Tag aus, da sie schon länger einen Artikel über mich schreiben wollte.

Etwas gespannt, aber relativ gelöst, da ich dank der Deutschkenntnisse der Reporterin ganz offen von meinen Erfahrungen und Erwartungen berichten konnte, beantwortete ich also so gut es ging all ihre Fragen und ließ sogar das Foto über mich ergehen.

Was aber nun in dem Zeitungsartikel wirklich drinsteht, kann ich euch leider auch nicht sagen… schließlich wurde dieser auf Schwedisch verfasst. Ich schließe aber voller Optimismus mal darauf, dass der Artikel ganz in Ordnung war, da die Leute normalerweise nicht schreiend wegrennen, wenn sie mich erkennen…


Am Samstag überredete ich Sonia dann, mich zu der Abschlusspräsentation des irisch-schwedischen Projekts zu begleiten, das die ganze Woche lang stattgefunden hatte. Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere noch daran, dass ich am Anfang berichtete, im September bei einem Jugendaustauschprogramm mit irischen Jugendlichen mitzuarbeiten. Doch eben dieses Projekt rückte Woche um Woche näher, ohne dass wir genauere Informationen bekamen. Auch nach mehrmaligem Nachfragen meinerseits, was wir denn jetzt konkret bei diesem Projekt für Aufgaben übernehmen sollten, gab es keine wirkliche Antwort. So fing das Projekt also an, lief die Woche über und kam am Samstag zu seinem Ende, ohne dass Sonia oder ich auch nur ein Fitzelchen davon mitbekommen, geschweige denn mitgeholfen hätten. Verständlicherweise begeisterte mich das nicht gerade und so wollte ich wenigstens die Abschlusspräsentation mitbekommen. Das hat sich auch echt gelohnt! Die Jugendlichen beeindruckten nämlich mit verschiedensten sehr guten Beiträgen von Gesang, Instrumentalvorspielen (z.B. Dudelsack und Gitarre), Tänzen oder kleinen Theaterszenen bis hin zu Diavorträgen und Filmausschnitten. Zusammen gab das eine hervorragende Show her, nach der ich aber umso mehr bedauerte, nicht bei dem Projekt geholfen haben zu können.


Abends machte ich mich, leider allein, nach Åmål auf, da Sonia irgendwelche, anscheinend sehr wichtigen Sachen erledigen musste. Die Aussicht auf einen lustigen Abend in Gesellschaft wollte ich mir aber auf keinen Fall nehmen lassen. Schließlich sollte das auch einer der ersten Abende mit den neuen Freiwilligen in Åmål werden.

Die da wären: Anna aus Polen, Mitte 20, arbeitet im Kindergarten, ist schon verlobt, sehr offen, herzlich und witzig; Mareike aus Deutschland, 20, hilft im Altersheim mit, verrückt und sympathisch und glücklicherweise mit sehr ähnlichen Interessen wie ich; Oliver aus Ungarn, Anfang 20, nett, aber für mich noch etwas undurchschaubar. Das sind sie also: „die Neuen“ und ich bin sehr, sehr froh, dass sie jetzt da sind! Zwar sind sie ja leider 45 km von mir entfernt, doch nehme ich ihr herzliches Angebot „jederzeit bei ihnen übernachten zu können“ sehr gerne an und habe nun schon einige Samstagabende in Åmål verbracht.

Ich hab Anna und Mareike sehr schnell kennen und schätzen gelernt, da wir nicht nur ein paar kostenlose Besuche der am Hafen liegenden Diskothek „Hamnkompaniet“ tätigten (bei denen wir sogar ein paar Einheimische kennen lernten!) sondern auch noch andere gemeinsame Aktionen wie eine Dalslandtour (Abklappern aller Sehenwürdigkeiten dieser Region) oder einfach nur gemütliches Beisammensitzen und Gespräche unternahmen.


Die Woche nach dem ersten Abend in Åmål ging’s für mich und Sonia zum „On-Arrival-Training“, das obligatorischer Teil des EVS-Programms ist und glücklicherweise in der traumhaft schönen Landeshauptstadt Stockholm stattfand. Zwar hatte ich Teile der Stadt schon beim Familienurlaub vor zwei Jahren besichtigt, jedoch gab es auch diesmal noch neue Orte zu entdecken und auch schon Bekanntem wie „Gamla Stan“, „Nödermalm“ oder „Drottningsgatan“ stattete ich sehr gerne noch mal einen Besuch ab.

Das Seminar fand auf einer kleinen Insel etwas außerhalb von Stockholm statt. Leider waren wir nur sechs Teilnehmer, was ich ziemlich bedauerte, da ich auf ganz viele neue Bekanntschaften gehofft hatte. Jedoch erlaubte die kleine Anzahl auch ein schnelles Kennenlernen und obendrein jede Menge Spaß. Beispielsweise das Getränkekistenbauen oder Parcoure über Drahtseile verhalfen schnell zu einem guten Gruppenklima.

Auch inhaltlich tat mir das Seminar sehr gut, schließlich ging es um Themen wie „Schweden sind reserviert und es ist schwer sie kennen zu lernen“ bzw. „Schweden haben ihre eigene Arbeitsweise, die sich ziemlich von dem unterscheidet, was ihr kennt.“ Genau diese Probleme hatten mich zuvor beschäftigt und es war gut, mal offen darüber zu reden. Konkret: viele Freiwillige, die nach Schweden kommen haben Probleme dort auch schwedische Freunde zu finden und sind oft ziemlich isoliert in ihren kleinen Ortschaften. Man sollte sich aber von dem scheinbar nicht vorhandenem Interesse der Schweden nicht irritieren lassen, sondern einfach immer den ersten Schritt tun und einen Plan aushecken, um die Schweden aus ihrer sorgsam aufgebauten Privatssphäre zu locken. Und bezüglich der Arbeitsweise: von einem schwedischen Chef sollte man nie erwarten, dass er oder sie dir Aufgaben gibt oder deine Probleme löst. Die Aufgaben muss man sich selbst suchen und Probleme werden immer gemeinsam in langen Diskussionen gelöst.

Mit diesen neuen Erkenntnissen ausgestattet machte ich mich dann widerwillig auf den Rückweg ins kleine Mellerud, das mir nach dem lebendigen Stockholm noch kleiner und verlassener vorkam. Jedoch hatte ich viel neue Energie und Zuversicht geschöpft, die mir vor dem Seminar ziemlich gefehlt hatten.


So startete ich die Woche nach Stockholm auch endlich mit Schwedisch-Untericht. Dieser läuft im Rahmen eines staatlich geförderten Programms für Immigranten (genannt SFI), so dass ich jetzt Schwedisch zusammen mit Menschen lerne, die aus den unterschiedlichsten Ländern wie Somalia, Thailand, Polen, Kosovo, Eritrea oder Spanien kommen. Da treffen wirklich Kulturen aufeinander. Ich konnte beispielsweise anfangs nicht glauben, dass ein Mann aus Somalia zwölf Kinder mit vier Frauen hat; die Somalier fanden es dafür sehr komisch, dass Sonia mit ihren 30 Jahren nicht verheiratet ist und keine Kinder hat.

Mir macht es aber eine Menge Spaß, Schwedisch zu lernen und es ist immer sehr interessant, die kulturellen Unterschiede während des Unterrichts meist zufällig zu entdecken.

Das Hörverstehen fällt mir immer leichter, schließlich reden die zwei sehr netten Schwedischlehrer auch non-stop Schwedisch. Auch das Lesen geht immer besser, jedoch trau ich mich noch nicht wirklich zu sprechen und kann auch kaum eigene Sätze bilden.

Um das Ganze etwas zu beschleunigen, schreibe ich aber beispielsweise mit meiner Tutorin Anette Kurznachrichten in Schwedisch und hab mir letztens auch die DVD „Wir Kinder aus Bullerbü“ aus der Bücherei ausgeliehen. Auf Schwedisch und mit schwedischen Untertiteln bugsierten mich die noch sehr vertrauten Szenen schnurstracks in meine Kindheit zurück.

Auf meinem Nachttisch liegen mittlerweile auch zwei schwedische Bücher von Astrid Lindgren, wer hätte es gedacht: „Pippi Langstrumpf“ und „Mio, mein Mio“ und warten darauf, von mir gelesen zu werden. Erstanden hab ich diese fast schon antiken Bücher sehr günstig auf einer riesigen Büchermesse in Göteborg, die wir zusammen mit dem Schwedischkurs besuchten.


Doch die letzten Wochen bargen noch mehr Neues.

Könntet ihr nämlich grad beim Schreiben hinter mich schauen, so würdet ihr ein großes, robustes Etwas in der Ecke lehnen sehen und bei genauerem Hinsehen könntet ihr auch einen Notenständer, Noten und ein Cellobrett entdecken. Ja, ich hab nun seit ca. zwei Wochen tatsächlich ein Cello! So hab ich nun also keine Ausreden mehr, nicht zu spielen… Ich nehme auch bei einer Art Projektorchester teil, das Mitte Oktober mehrere Stücke zusammen mit irischen Musikern aufführen wird. Dafür haben sie schon einige Male geprobt und letztes Mal war ich nun auch dabei. Und obwohl ich erst einmal dabei war und es auch nur noch eine Probe gibt, werde ich ohne Probleme beim Konzert mitspielen können. Aber nicht nur ich könnte noch ein paar mehr Proben vertragen. Sagen wir es mal so… ich vermiss unser altes Schulorchester doch sehr.

Aber es ist auf jeden Fall gut, mal wieder mit Leuten zusammen zu spielen und auch ein Ziel vor Augen zu haben.


Einen kleinen Abstecher zum Thema Arbeit bzw. zu meinem Projekt sollte ich nun doch noch machen.

Wie ihr wisst, gab es ja anfangs ziemliche Probleme, weil ich eigentlich keine wirklichen Aufgaben hatte und beispielsweise im Touristenbüro gearbeitet habe, obwohl das gar nicht teil meines Projekts war. Bevor wir nach Stockholm gefahren sind, führten Sonia und ich ein Gespräch mit einem Verantwortlichen unserer Koordinierungsorganisation „Europe Direkt“ in Åmål. Meine Chefin Carina gab uns nämlich nicht nur kaum Aufgaben und interessierte sich eigentlich gar nicht für unser Wohlergehen sondern verhielt sich Sonia gegenüber auch noch sehr unfreundlich und unprofessionell. Genau diese Punkte sollten bei einem erneuten Gespräch geklärt werden, diesmal mit Carina, Sonia, zwei „Europe Direkt“-Verantwortlichen und mir zusammen. Und stellt euch vor, die ganze Woche vor diesem Gespräch legte sich Carina plötzlich enorm ins Zeug, traf sich regelmäßig mit uns, schrieb uns Mails, erkundigte sich, wie es uns ging, war supernett zu Sonia und gab uns Aufgaben… Das spiegelt auch in etwa wieder, was ich für einen Eindruck von ihr habe. Sie spielt ihre Rolle und weiß genau, wie sie die Menschen für sich gewinnen kann. Dabei ist sie aber meiner Meinung nach überhaupt nicht authentisch und wegen ihrer Unehrlichkeit kann ich ihr auch nicht vertrauen. Naja, zumindest scheint jetzt alles erstmal besser zu sein. Wir treffen uns jetzt jede Woche mindestens einmal und einige Aufgaben warten nun tatsächlich auf mich. Diese Aufgaben kann man mit einem Stichwort zusammenfassen: Präsentationen vorbereiten! Eine Präsentation über Deutschland fürs Schaufenster, eine über mich und mein EVS für die Politiker und eine, um das EVS an der Schule vorzustellen, eine über die Partnerstädte Melleruds… und ach ja, in das Thema Städtepartnerschaften soll ich mich auch einarbeiten, aber soweit ich das verstanden habe, wird DAS keine Präsentation!

Im Moment gebe ich mich erstmal damit zufrieden und bin froh, mich nicht mehr den ganzen Tag zu langweilen. Ich frag mich aber schon, ob meine Aufgabe nur darin besteht, ein ganzes Jahr lang Präsentationen vorzubereiten.


Wenn es klappt, werde ich aber hoffentlich nun auch einige Stunden die Woche beim Deutschunterricht hier an der Schule helfen und die Lehrerin unterstützen, den motivierten Schülern die Sprache näher zu bringen. Ich freu mich aber schon drauf, weil das einfach mal eine neue Erfahrung ist und das ganze auch in einer völlig neuen Arbeitsumgebung mit anderen Kollegen statt findet.


Und wie geht’s mir mit alldem nun? Am besten lässt sich es vielleicht mit einer Berg-und-Tal-Fahrt beschreiben, ich schwanke immer zwischen Resignation, Frustration, sich allein fühlen und neue Hoffung schöpfen, Freude haben und die verschiedenen Momente mit ihren guten und schlechten Seiten zu genießen.

Der Herbst und die kalten, grauen Tage in Dunkelheit nähern sich, doch im Moment freu ich mich einfach auf gemütliche Abende mit Tee, einem guten Buch oder einem Film und Skype-Telefonaten. Und ich hoffe einfach, dass die Heizung in meinem Zimmer irgendwann noch richtig angeht und nicht so lauwarm bleibt wie bisher…

Nun bin ich schon mehr als zwei Monate hier, hab schon vieles erlebt und bin mittlerweile auch wirklich angekommen. Doch für viele von euch geht es jetzt erst los, die weite Welt (Australien, Neuseeland, Frankreich, Vietnam, Tschechien, Kolumbien…) wartet und auch die ziemlich neue Welt des Studierens tut sich nun für einige von auch auf. Aus Erfahrung kann ich euch hiermit auf den Weg geben: ihr schafft das, auch wenn es manchmal ausweglos erscheint! Ich hoffe sehr, dass ihr diese Zeit, die es wirklich nur einmal im Leben gibt, mit allen Höhen und Tiefen genießen könnt!


Ich bin mit vielen Gedanken bei euch und wünsche euch allen einen guten Start ins neue Schuljahr/Semester/in die Ausbildung/ins FSJ oder in den Freiwilligendienst/sämtliche Auslandsaufenthalte oder einfach nur zurück in den Alltag!

Es umarmt euch,

eure Jacqueline

Dienstag, 31. August 2010

Liebe Kinder!
Heute hab ich euch ganz viel zu erzählen. Also hört gut zu und setzt euch brav hin!
Die letzte Erzählstunde ist ja schon eine Weile her und seitdem ist eine Menge passiert! Hier kommt also eine neue, spannende Geschichte für euch!

Die uns wohl bekannte Jacqueline erlebte nach der letzten Geschichte allerlei Langweilige, aber auch viele gute Momente.

So verbrachte sie in der ersten Woche einige nutzlose Stunden im vertrauten Ort der Arbeit, liebevoll genannt „Medborgarkontoret“ und litt ein wenig unter dem Phänomen Langweile.
In ihrer freien Zeit unternahm sie jedoch einen Ausflug auf dem schon bekannten kleinen Boot auf dem großen, großen Vänernsee. Diesen spannenden Ausflug unternahm sie mit den wenigen noch verbliebenen Freiwilligen aus dem schönen Åmål, die sie dann am Freitag alle verabschieden musste, da sie jeweils in ihre Heimatländer zurückkehrten.
So blieben also nur noch Jacqueline und die euch auch schon bekannte Sonia zurück.
Glücklicherweise verstanden sich die beiden in dieser Woche erstmals sehr gut und Jacqueline bekam ein wenig Zuversicht, dass sie vielleicht doch ein paar schöne Momente zusammen verbringen würden.

Jedoch machte Jacqueline trotzdem allein an einem der wenigen warmen und sonnigen Tage einen kleinen Ausflug zum großen, großen Vänernsee und stürzte sich trotz der Eiseskälte mutig in die Fluten.
Am gleichen Tag entdeckte sie, wieder allein, den einzigen Laden für Kleidung in ihrem Städtchen Mellerud. Jedoch wurde sie positiv überrascht, da dieser Laden ausschließlich Kleidung ihrer Lieblingsmarke verkauft und sie so durch günstigen „REA“ gleich zwei Kleidungsstücke gegen wenige Kronen tauschen konnte.

An dem milden Sonntagabend der gleichen Woche sah Jacqueline dann ihre Eltern wieder und freute sich unglaublich darüber, vertraute Menschen umarmen zu können. Sie beherbergte diese für eine Nacht, so dass sie einen sehr schönen Abend verbringen konnten. Jacqueline kochte ein original schwedisches Gericht - vielleicht kennt ihr es ja zufällig, es heißt „Köttbullar“ und man isst es mit Kartoffelbrei, Preiselbeermarmelade und einer Zwiebelsoße. Jacqueline und ihre lieben Eltern verdauten diese leckere Speise dann während eines Besuchs des großen, großen Vänernsees.

Der Anfang der nächsten Woche verging wie im Flug, da Jacqueline schon am Mittwochabend abgeholt wurde, um einige sehr schöne Tage im Schoß der Familie in einem kleinen niedlichen Häuschen nahe eines nicht ganz so großen Sees zu verbringen.
Jacqueline genoss die Tage - trotz einiger kleiner Meinungsverschiedenheiten zwischen den
Familienmitgliedern - sehr.

So besuchte die ganze Familie einen Elchpark und konnte dort vier Monate alte ganz kleine Elche und vier Jahre alte ganz große Elche sehen und sogar streicheln. Das Fell ist ganz ölig, damit schützen sich die Könige des Waldes nämlich vor Kälte und Insekten!
Jacqueline erfuhr nun auch von dem erfahrenen Elch-Führer, dass sich Elche mit Äpfeln betrinken und sich dann kaum noch auf ihren sehr schmalen und langen Beinen halten können. Und dass man, wenn man einen Elch im Wald trifft, eigentlich nur eines tun sollte: „Run!“ Denn wenn sie auch noch so süß aussehen, liebe Kinder nehmt euch in Acht, sie sind einfach größer und stärker als ihr. Und wusstet ihr, dass Elche sehr gute Schwimmer sind? Es kann also durchaus mal der Fall eintreten, dass ihr während eines Bades in einem See einem schwimmenden Elch begegnet!


Mit ihrer Mama besuchte Jacqueline am nächsten Tag noch zwei wunderschön gelegene Kirchen, eine davon befand sich auf einer kleinen Halbinsel von atemberaubender Schönheit. Dort verbrachten sie einige Zeit und genossen die Schönheit der Natur. Dort trafen sie dann auch eine Gruppe von Kajakfahrern, die ebenfalls aus dem Land zu Deutsch stammten. Die zweite Kirche war ein sechseckiges Gebäude mit tollem Blick auf Seen und Wälder.

Jacquelines ganze Familie machte sich dann am Sonntag auf, die nette Anette mit ihrem Mann in ihrem Schloss Hjorton zu besuchen, wo sie sehr freundlich mit einem köstlichen Mahl und einer Führung durch die Ländereien empfangen wurden. Jacqueline freute sich, dass ihre liebe Ersatzmama und ihre Familie sich treffen konnten, wobei beide Seiten glücklicherweise sehr angetan von der jeweils anderen zu sein schienen.

Dann war für Jacqueline die Zeit gekommen, sich von ihren lieben Eltern und ihrer geliebten kleinen Schwester zu verabschieden. Damit Jacqueline nicht allzu traurig zu sein brauchte, erbarmte sich ihre große Schwester Hanna, ihr noch einige Tage Gesellschaft zu leisten.
Auch wagten sich zwei mutige Ritter namens Hannah und Ben aus dem fernen Land zu Deutsch, den langen und beschwerlichen Weg nach Mellerud zu bewältigen. So genoss Jacqueline also vier sehr schöne Tage in lieber Gesellschaft, in denen vorzüglich gespeist, gespielt, gelesen, und geredet wurde. Ach Kinder, diese Alliterationen…

Diese Gesellschaft wurde dann auch Zeuge von einigen Erneuerungen, die Jacqueline noch heute erquicken. So hat sie nun einen kleinen Ofen, einen Toaster, eine Kommode für ihre Klamotten (ja, Kinder, ihr habt richtig zugehört, Jacqueline konnte nach über einem Monat endlich ihren Koffer auspacken) und sie darf umsonst das sehr nah gelegene Schwimmbad besuchen.

Auch entdeckte Jacqueline voller Freude, dass das doch so kleine Mellerud tatsächlich ein Lichtspielhaus besitzt, das gar nicht mal so klein ist. Und dank Filmen in Originalsprache - stellt euch vor, nicht alle Länder machen es ihren Fernseh- und Kino-Konsumenten so leicht und synchronisieren jeden Film und jede Serie - konnte sie sogar ein wenig von dem nicht ganz so anspruchsvollen Film Sex & The City 2 verstehen.

Leider verbrachte Jacqueline das letzte Wochenende mal wieder etwas allein. Doch sie hofft nun, dass die bald ins Åmål eintreffenden neuen Freiwillige sympathisch und offen sind, so dass sie endlich neue Freundschaften schließen kann.
Sonia, Jacqueline und die „Neuen“ werden auch zusammen die lange Reise nach Stockholm unternehmen, um dort nächste Woche das als Einstiegsseminar gedachte Treffen aller gleichgesinnten EFD-Freiwilligen aus dem großen Schweden zu erleben.

Eine frohe Botschaft, liebe Kinder, hab ich euch noch zu berichten. Jacqueline hat es nämlich durch ein scheinbar annehmbares Vorsingen bei einem Mann namens Anders geschafft, in den kleinen Kirchenchor einzutreten, dessen stolze Mitsänger ein Durchschnittsalter von 50,3 Jahren haben. In diesem goldigen Chor wird ein Medley von euch sicher gut bekannten Disney-Songs gesungen, was Jacqueline eine Menge Spaß macht. So kann sie jetzt beinahe schon „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ auf Schwedisch singen. Den Einstieg erleichtern ihr dabei aber auch einige englische Lieder.

Zur schweren Arbeit, die Jacqueline verrichten muss, lässt sich nicht allzu viel mehr sagen, als in unserer letzten Geschichte. So langweilt sich Jacqueline zu ihrem Missfallen das eine oder andere Mal immer noch. Von ihrer überaus großzügigen Chefin Carina hat sie jedoch jetzt den wichtigen Auftrag bekommen, einen Vortrag über ihr geliebtes Land zu Deutsch vorzubereiten. Und damit Jacqueline ja nicht mehr so schnell nach neuen nicht vorhandenen Aufgaben fragt, soll sie auch noch zusammen mit Sonia eine Kurzpräsentation über die zwei Partnerstädte Melleruds in Italien und Estland vorbereiten. Jedoch verhindern diese gnädigen Aufgaben Jacqueline nicht daran, sich zu fragen, ob sie im Medborgarkontoret wirklich so dringend gebraucht wird. Nach dem Rat ihrer weisen und erfahrenen großen Schwester grübelt Jacqueline jetzt ab und zu über eigene Vorschläge, die sie vielleicht umsetzen kann.
Bisher immer noch vergeblich wartet Jacqueline auf das Lernen der fremden Sprache ihres neuen Heimatlandes. Jedoch fand zumindest schon mal eine Anmeldung dafür statt.

Weil jede Geschichte ein Happy End braucht, dürft ihr euch Jacqueline trotzdem nicht hoffnungslos vorstellen. Zwar macht sie sich die einen und anderen Gedanken über die Zukunft und ihre derzeitige Situation, doch schöpft sie durch schöne Momente immer wieder neuen Mut.
So saß sie gestern auf einer sonnenbeschienenen Bank auf dem lauschigen Friedhof der nahen Holms-Kirche und lauschte dem Plätschern des kleinen Springbrunnens, während die Natur ihr neue Kraft gab. Und wenn ihr nun genau hinhört, liebe Kinder, dann könnt ihr vielleicht auch das sanfte Geräusch des fallenden Wassers hören…

Sonntag, 8. August 2010

Hej hej!

Jetzt sind schon fast zwei Wochen seit meinem letzten Post vergangen… Jedoch bestätigt das natürlich nur meine Aussage: die Zeit vergeht wie im Flug!

Ich muss wohl aber erstmal in meinem Gedächtnis kramen, was denn in den letzten beiden Wochen so Wichtiges und Unwichtiges passiert ist.


Vielleicht fang ich mal mit den Rahmenbedingungen an. Denn für alle, die sich gedacht haben: „Was macht die da eigentlich, fängt immer erst mittags um 12 an zu arbeiten und hat noch nicht mal viel zu tun!“ Also letzte Woche begann mein harter Arbeitstag immer schon um 10.00 Uhr! Jedoch arbeitete ich nur eine Stunde mehr pro Tag, da ich nun auch in den Genuss einer einstündigen Mittagspause kam. Und zum Thema „nicht viel zu tun“… Da hat sich leider nicht sehr viel geändert. Nach wie vor ist es total davon abhängig, wie viele Leute das Büro aufsuchen und wer genau eine Frage stellt. Mittlerweile weiß ich die Zeit aber zu nutzen und beantworte (erlaubterweise!) Mails und lerne schwedische Vokabeln.

So habe ich beispielsweise erfahren, dass „Hur gammal är du?“ nicht etwa „Wie vergammelt bist du?“ heißt, was ein Laie vielleicht anfangs denken könnte. Oh nein, es heißt schlicht und einfach „Wie alt bist du?“. Dementsprechend ist ja wohl auch klar, dass die Urgroßmutter „gammelmormor“ heißt!


Einige Zeit verbrachte ich auch damit, mich in ein Austauschprojekt Jugendlicher einzulesen, dass im September hier satt finden soll. Irische Jugendliche zwischen 13 und 17 werden für zehn Tage nach Mellerud kommen und zusammen mit der gleichen Anzahl schwedischer Jugendlicher Workshops machen, jeweils ihre Heimatländer vorstellen und als Abschluss ein Theaterstück mit dem Titel „From Myths To Eternity“ aufführen. Die Requisiten und Kostüme stellen sie dabei selber her und übernehmen auch Teile der Projektorganisation. Es klingt ziemlich interessant, jedoch ist mir leider nicht ganz klar, was für eine Rolle Sonia und ich darin übernehmen sollen und ob wir dort überhaupt einen sinnvollen Beitrag leisten können. Im Moment lässt sich das auch nicht herausfinden, da meine Vorgesetzte Carina gerade im Urlaub ist - und sie die Einzige ist, die mir da weiterhelfen könnte.

So profitierten dann doch eher die Menschen in Deutschland von meiner Arbeitszeit, was sich in ungewöhnlich schnellen Antworten auf Mails bemerkbar macht.


Da ich bis vor zwei Tagen immer noch kein Fahrrad hatte fühlte ich mich doch sehr unmobil.

Um wenigstens ein bisschen was von der Sonne mitzubekommen, beschloss ich an einem der wenigen sonnigen Abende mir ein Buch und ein kleines Picknick zu schnappen und einen Park o.Ä. zu suchen. Und ich wurde fündig! Jedoch waren die einzigen Lebewesen, die sich ebenfalls dort aufhielten mehrere seltsame Vögel, die wie ein Mischmasch aus Rabe, Möwe und Taube aussahen und die ganze Zeit um mich herumstaksten. Hin und wieder erschreckten sie mich mit lautem Gekrächze und ich bin mir sicher, dass sie einfach nur scharf auf die Krümel meines mitgebrachten Knäckebrots waren!


Ich leide allgemein ziemlich an Bewegungsmangel, da mein Tagesablauf sich meistens wie folgt gestaltet: aufstehen, am Frühstückstisch sitzen, zur Arbeit laufen, am Computer sitzen, in der Mittagspause den kurzen Weg zu meinem Apartment und wieder zurück laufen, am Computer sitzen, nach Hause laufen, den Abend sitzend und später liegend verbringen.

Daher beschloss ich dann an einem anderen Abend, trotz meiner Abneigung gegen Spaziergänge, einen solchen zu machen. Jedoch lief ich nicht so lahm, wie man das bei Spaziergängen macht, sondern schnell! Also war es eigentlich gar keine Sapziergang…

Hatte vorher Charlotta nach einem geeigneten Rundgang gefragt, so dass ich letztendlich an der Straße entlang zu einer nahen Kirche mit sonnenbeschienenem Friedhof lief und durch ein kleines Industriegebiet und einen mir noch unbekannten Teil Melleruds zurück.

Dabei fiel mein Blick auf hellgrüne Felder, vereinzelte Bäume mit lilafarbenen Blumenteppichen und das beste: auf drei Rehe, die einfach so am Wegesrand standen und mich starr und stumm anglotzten!

Ich genoss es, mal etwas anderes zu sehen und über Melleruds Tellerrand hinauszuschauen… Ich sog den Geruch frisch gemähten Grases auf und spürte ein länger vermisstes Glücksgefühl, das mich den Abend und den nächsten Tag lang begleitete.



Auf das Wochenende muss ich dann wohl dann doch genauer eingehen, schließlich fand da das von allen heiß ersehnte KAOS-Musikfestival statt!

Für Melleruds Einwohner war es wirklich ein richtiges Event, so dass Menschen allen Alters sich trotz Regen und Kälte dort einfanden. Aber ohne Regen und Matsch würde bei einem Festival ja auch was fehlen…

Es spielten viele kleine Bands der Region, aber auch zwei oder drei international bekanntere Bands, so dass ich sogar ein Band kannte. Aber nicht nur das überrascht mich, sondern auch die hohe Qualität der Konzerte unterschiedlichster Musikrichtungen. Von Rock über Pop, Metal und HipHop-Rap war so gut wie alles dabei und ich genoss es sehr, den verschiedenen Klängen und Melodien zu lauschen.


Doch das Festivalwochenende brachte nicht nur an den zwei Tagen selbst, sondern auch schon die ganze Woche davor ziemliche Abwechslung. Schließlich verkaufte das Büro, in dem ich arbeite, auch Tickets für das KAOS! So verbrachte ich also eine Menge Zeit damit, Eintrittskarten zu verkaufen und so auch ein paar Bewohner Melleruds kennen zu lernen. Und sehr erfreute mich die Erkenntnis, dass es hier anscheinend auch ein paar junge Leute gibt! Denn normalerweise sehe ich auf den Straßen nämlich eher alte Menschen mit Rollatoren oder Familien mit Kindern.


Der Sonntag des KAOS-Wochenendes wurde von mir sehr genutzt, schließlich putzte ich mein ganzes (riesiges!) Apartment, ging spazieren und führte ein paar Tests zur Studien- und Berufswahl durch. Da die Ergebnisse sehr amüsant waren, will ich sie euch natürlich nicht vorenthalten! So waren zwar interessante Studiengänge wie Erziehungswissenschaften oder Sozialwissenschaften dabei, jedoch wurde mir auch ein Studium der Mathematik vorgeschlagen. Wenigstens konnte ich mir darunter aber noch mehr vorstellen als unter slawistischer Philologie oder Russischer Kultur! Der Test ist wohl noch nicht ganz ausgereift.


Die letzte Woche ging wirklich sehr schnell vorbei. Am Donnerstagabend wurde ich nämlich von meiner Cousine Verena und ihrem Freund Jan abgeholt, die ca. eine Stunde von Mellerud entfernt ihren Urlaub verbringen. Obwohl sie bei der Buchung noch nicht wussten, dass ich ganz in ihrer Nähe sein werde, haben sie mich doch für zwei Tage in ihr kleines Ferienhaus eingeladen. So durfte ich also den Donnerstagabend, den Freitag und den Samstagmorgen mal wieder mit vertrauten Menschen zusammen verbringen! Auf dem Programm standen frühmorgendliches Schwimmen - bei Regen - im nahen See und Besuch eines Wikingermarkts und der Westküste. Dabei wurde ich die ganze Zeit über durch leckeres Grillen, Spaghetti Bolognese und köstlichen Pfannkuchen mit mühevoll selbstgepflückten Blaubeeren gemästet!


Daher trat ich dann am Samstag - immer noch satt - für vier Stunden im Touristenbüro an. Das Arbeiten lässt sich wohl am einfachsten mit den Adjektiven ruhig und entspannt beschreiben!


Ganz im Gegensatz zum Rest des Tages, an dem ich sehr gut beschäftigt war. Erst ging es für eine Stunde auf einen nahen Handwerkermarkt mit selbstgemachten Kunstgegenständen und Lebensmitteln wie Honig oder den berühmten Haferkeksen. Ich kaufte nichts, doch nahm ich eine Begegnung mit einer älteren Frau mit, die sich sehr dafür interessierte woher wir kamen und uns an ihrem Stand mit dicken Wollsocken, Handschuhen und Wollmützen vor dem sehr kalten Winter warnte. Im Angesicht des wirklich schönen Wetters ließ sich das nur schwer vorstellen, aber ich werde es ja schon allzu bald selbst erleben. Und dann denk ich vielleicht an die Frau mit den wärmenden Handschuhen zurück und frage mich, warum ich sie damals nicht gekauft habe…


Das Geld investierte ich aber lieber für eine Hin- und Rückfahrt nach Åmål, da dort am Abend eine kleine Abschiedsparty für Leonie und einen anderen Freiwilligen stattfand, die beide im Laufe der nächsten zwei Wochen ihre Projekte beenden und nach Hause fahren werden.


So machten sich also zwei Fremde, genannt Sonia und Jacqueline, aus dem kleinen Mellerud auf ins ferne Åmål, um dort auf mehrere Einheimische zu stoßen, die sie mit einem fremden Willkommengeschenk namens „Erdbeerdaiquirie“ in ihren Kreis aufnahmen und sie in einem am heimischen See liegenden Treffpunkt zu rhythmischen Tanzbewegungen zu teils guter Musik animierten. Aus lauter Gastfreundschaft boten sie ihnen dann eine Herberge für die Nacht, in dessen Genuss die zwei Fremden für wenige Stunden kamen, um sich dann abermals in ihr vertrautes Mellerud zu begeben, um dort am nächsten Morgen rechtzeitig anzukommen.


Rechtzeitig? Warum sollte man an einem normalen Sonntagmorgen eine Vereinbarung haben? Und warum sollte man dafür vorher ganz viel einkaufen? Grund dafür war ein gemeinsames Frühstück mit Freunden, vereinbart um 10.00! So standen auf meinem Tisch alle möglichen Leckereien wie selbstgemachter Obstsalat, frische Brötchen, Lachs, Rührei mit Speck und heiße Schokolade bereit. Doch das war alles nur für mich! Schließlich saßen meine Frühstücksmitkumpanen 1521 km weit von mir entfernt an einem anderen Tisch. Skype ermöglicht doch so einiges!


Mittlerweile sitz ich immer noch satt und etwas müde an meinem Tisch und lausche bei offenem Fenster dem idyllischen – sehr lauten – Vogelgezwitscher, besser passt wohl Gekrächze, und den noch lauteren Tönen der Motorroller, die gefahren von gelangweilten schwedischen Jugendlichen, durch die Straßen Melleruds rasen. Und dabei gefühlte 10mal durch die Norra Kungsgatan…


Aber da ich ja seit zwei Tagen endlich ein Fahrrad besitze, hab ich nun auch die Möglichkeit, in wirkliche Idylle zu flüchten! Denn auch Mellerud ist idyllisch, keine Frage. Aber vielleicht nicht ganz die Art von Idylle, die man sich vorstellt. Für mich ist es schon ungewohnt, in einem so verschlafenen Städtchen gelandet zu sein. Das liegt aber auch mit daran, dass ich außer Sonia noch keine Menschen in meinem Alter oder mit meinen Interessen näher kennen gelernt habe. Ich hoffe wirklich sehr, dass ich durch Aktivitäten wie Chor, Orchester oder meine Arbeit etwas mehr Anschluss finde. Das wird sich aber wohl erst in den nächsten Wochen, wenn ich diese Aktivitäten dann wenn möglich auch ausführen kann, herausstellen.


Bis dahin erwarten mich aber noch ein paar Tage mit meiner ganzen Familie zusammen, auf die ich mich schon sehr freue!


Ich bin in Gedanken oft bei euch und wünsche euch eine wunderschöne Woche, wo immer ihr auch seid und was auch immer ihr alle macht!

Mit liebsten Grüßen,

eure Jacqueline